Gewinner Hauptpreis: Manfred Ladwig

Manfred_Ladwig

Fernsehredakteur Südwestrundfunk

Manfred Ladwig ist festangestellter Fernsehredakteur und Filmautor in der Umweltredaktion des SWR.

Sein Handwerk lernte er in der Sportredaktion des SWF. Nach dem Wechsel in die Kulturredaktion begann er mit dem „Filme machen“. Sehenswerte Kulturdokumentationen folgten, etwa „Das Land der Felsenkirchen“ oder „Der Tana-See, die Quelle des Nils in Äthiopien“.

Während der Zeit beim ARD Politik-Magazin „REPORT Baden-Baden“ schärfte er sein journalistisches Profil: Er konzentrierte sich thematisch auf die neuen Bundesländer nach der Wende, deren Umwelt- und Finanzgebaren, sowie den Weg der politischen Parteien in die Europapolitik. Er berichtete als erster über den milliardenschweren Subventionsbetrug in den neuen Bundesländern und über die Vereinigungsbemühungen der PDS mit europäischen linken Parteien zu einer neuen europäischen Linken.

Seit der Fusion von SWF und SDR zum SWR 1999 arbeitet der studierte Biologe in der neu gegründeten Umweltredaktion. Schwerpunkte seiner preisgekrönten Dokumentationen sind Themen der Globalisierung. Im Mittelpunkt seiner Themenauswahl stehen die umweltrelevanten Aspekte der Globalisierung und deren Auswirkungen auf die Menschen sowie die soziale Veränderung der Lebenswelten. „Zuckerrohr gegen Zuckerrübe“ ist exemplarisch für diese Berichterstattung. Für diesen Film erhielt Manfred Ladwig den bedeutendsten Wirtschaftsfilmpreis der in Deutschland für große Dokumentationen vergeben wird: den Ernst-Schneider-Preis.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist der Bereich der Life Science Wissenschaften. Hier liegt sein Focus insbesondere auf der Biotechnologie und der Zukunft der Ernährung. Ihn interessiert die Frage: Was wird aus den Menschen durch die genetischen Veränderungen, die jetzt möglich sind?

Die Produktion „Krieg ums Essen“ thematisiert den Kampf von Gentechnikgegnern gegen diese „neue“ Technik in der industriellen Landwirtschaft. Die 45-minütige Dokumentation geht der Frage nach: “Gibt es ein Nebeneinander von konventioneller und gentechnisch veränderter Landwirtschaft?“ Ein politischer Film, der die Brisanz dieses Themas aufzeigt.

Im Zentrum von „Bye, Bye Schmetterling“ steht das globale Artensterben. Manfred Ladwig sucht sich dafür eine Spezies aus, die ganz oben auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Arten steht: die Schmetterlinge. Der Film schildert mit eindrucksvollen Bildern des Tierfilmers Karl-Heinz Baumann das scheinbar unaufhaltsame Aussterben der kleinen, bunten Falter.

In der „Gen-Verschwörung“ hinterfragt Ladwig die immer wieder vorgebrachten Vorwürfe zu den Risiken gentechnisch veränderter Nahrung. Er enthüllt ein Netzwerk politisch-wirtschaftlicher Interessen zur Vermarktung von GMO´s. Der Film wird in mehrere Sprachen übersetzt. Aus diesem Themenkomplex heraus entstand sein Film: „Gift im Angebot“. Er beschäftigt sich mit dem weltgrößten Hersteller gentechnisch veränderten Saatgutes, dem US-Multi Monsanto.

Sein jüngster Film handelt vom illegalen Tropenholzeinschlag in Laos und Kambodscha. Für diese Dokumentation erhält Ladwig den bulgarischen Umweltfilmpreis, den bedeutendsten Umweltpreis des Balkans.

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