Gewinner Hauptpreis: Andreas Rummel

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Andreas Rummel produziert vorwiegend Beiträge für politische Magazine. Sein bewegender Siegerbeitrag „Glyphosat“ wurde am 12. November 2013 im Magazin „Fakt“ der ARD ausgestrahlt. Der engagierte Fernsehjournalist arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren intensiv mit der Redaktion „Zeitgeschehen“ des Mitteldeutschen Rundfunks zusammen.

Ein Schwerpunkt von Rummels Arbeit liegt auf medizinischen Themen. Jahrelang hat sich der leidenschaftliche Journalist intensiv mit den potentiellen Risiken der Anwendung eines genveränderten Insulins in der Medizin befasst. Rummel gewann die Erkenntnis, dass bei Genveränderungen erhebliche Vorsicht und die Beachtung hoher Anforderungen und Standards unverzichtbar sind.

Seit 2010 berichtet Andreas Rummel auch über die Landwirtschaft. Über ein ausgedehntes Rindersterben auf deutschen Höfen produzierte er eine ganze Reihe von Magazin-Beiträgen sowie einen 30-Minuten-Film über die Hintergründe. In seiner Dokumentation ergründet Rummel die Frage nach der Existenz beziehungsweise Nicht-Existenz eines Krankheitsbildes nach, das unter dem Begriff „chronischer Botulismus“ diskutiert wird. Bei seinen Recherchen stieß er schließlich auf das weltweit meisteingesetzte Herbizid: Glyphosat. Die Problematik der genveränderten Organismen in der Landwirtschaft ist damit eng verbunden.

2012 erhielt Rummel den Sepsis-Preis der Deutschen Sepsis-Gesellschaft für seinen Film zum Krankheitsbild der Sepsis. Im gleichen Jahr wurde er für den Richard-von-Weizsäcker-Medienpreis für einen Beitrag zum Thema „Hospize“ nominiert. Ein erster ARD-Film zum Thema „Glyphosat“ aus dem Jahr 2012 wurde 2013 mit dem Deutschen Wirtschaftsfilmpreis (2. Preis in der Kategorie Kurzfilm) ausgezeichnet.

Andreas Rummel ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Leipzig. Geboren wurde er 1962 in Garmisch-Partenkirchen. Nach Abitur und einer Ausbildung zum Reserveoffizier der Bundeswehr arbeitete er frei für das Garmisch-Partenkirchner Tagblatt. Im Anschluss absolvierte er ein Studium der Diplom-Journalistik an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, sowie parallel dazu eine Redakteursausbildung an der Deutschen Journalistenschule.

Mit seinem Fernsehbeitrag „Glyphosat“ erreicht der Fernsehjournalist seine Zuschauer auf emotionaler wie auch intellektueller Ebene. Es gelingt ihm, Risiken der Agro-Gentechnik in einer Weise zu dokumentieren, die nicht nur Betroffenheit schafft, sondern ebenso behutsam wie intensiv auch an das Verantwortungsgefühl der Zuschauer appelliert.

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