Gewinner Hauptpreis 2013: Dr. Conrad Lay

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Der Hauptgewinner des Salus-Medienpreises 2013, Dr. Conrad Lay, ist schon mehr als zwanzig Jahre als freiberuflicher Publizist, Kritiker und Rundfunkautor tätig. Vor allem für ARD-Anstalten hat er seit 1980 zahlreiche Features zu wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Themen produziert und für seine Arbeit bereits mehrere namhafte Auszeichnungen erhalten. Vor dem „Salus-Medienpreis 2013“ für sein Hörfunkfeature „Was Manager sagen – und was nicht. Die Rede vom Restrisiko in der Agro-Gentechnik“, das am 13. Juni 2012 auf SWR2 ausgestrahlt wurde, konnte Dr. Lay die Journalistenpreise des Presseclubs Frankfurt am Main (1. Preis: Feature „Schmerzgrenzen der Integration – Am Beispiel Frankfurt am Main“) sowie der Bundesvereinigung Lebenshilfe (Feature „Ein unerwarteter Frühling – Geistig Behinderte in ihren eigenen Wohnungen“) entgegen nehmen.

Der vielseitige Autor wurde 1949 in Weinsberg bei Heilbronn geboren, absolvierte in Tübingen und Frankfurt am Main das Studium der Rechts- und Politikwissenschaften ehe er 1980 nach mehreren Auslandsaufenthalten seine Promotion über die Unterentwicklung Italiens und zwei Jahre später sein erstes Buch über die Stadt Neapel unter dem Titel „Das tägliche Erdbeben“ verfasste. Das vom Wagenbach-Verlag herausgegebene Buch erschien ein Jahr später mit dem Titel „Il terremoto quotidiano“ auch auf Italienisch.

Neben seiner publizistischen Tätigkeit übernahm Dr. Lay von 1980 – 1985 Lehraufträge an den Universitäten Frankfurt am Main und Marburg. Der engagierte Verfechter der Ost-West-Annäherung leitete außerdem die Projekte „Familienkonflikte und Familienkommunikation in Ostdeutschland seit 1989“ des Deutschen Volkshochschulverbandes sowie „Gemeinsam sind wir unterschiedlich – deutsch-deutsche Annäherungen“ der Bundeszentrale für politische Bildung. Als Mitarbeiter der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung konzipierte und organisierte Dr. Lay in den neunziger Jahren Ost-West-Begegnungsseminare.

In seinem spannenden Siegerbeitrag: „Was Manager sagen – und was nicht. Die Rede vom Restrisiko in der Agro-Gentechnik“ geht Dr. Lay in beeindruckender Weise der Frage nach, inwieweit die verantwortlichen Manager der Konzerne Monsanto, KWS Saat und BASF, die mit gentechnisch veränderten Organismen Geschäfte machen, sich auch der Frage der ungeklärten Risiken des Einsatzes der Agro-Gentechnik widmen. Dank aufwändiger Recherchen und Interviews und der ideenreichen journalistischen Umsetzung vermittelt das Feature seiner Hörerschaft nicht nur ganz aktuelle neue Erkenntnisse, sondern auch große Nachdenklichkeit.

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